Eine Frau mit hochgesteckten Haaren sitzt entspannt in einem hellen Holzsessel. Um ihren Kopf liegt ein transparenter, kugelförmiger Glashelm, der teilweise geöffnet oder aufgebrochen wirkt – einzelne Glassplitter schweben davon. Die Frau trägt helle, cremefarbene Kleidung, hält die Hände locker im Schoß und wirkt ruhig und in sich gekehrt. Im Hintergrund ist ein lichtdurchflutetes, modernes Zimmer mit einem Schreibtisch, Computer, Zimmerpflanzen und einem Regal zu sehen.

Frau Burner denkt laut: Blinde Flecken – was andere sehen, und wir nicht

Manchmal tragen wir Dinge mit uns, die für andere glasklar sichtbar sind – und für uns selbst unsichtbar. Nicht weil wir blind wären. Sondern weil die Kugel direkt über unserem Kopf hängt. Zu nah, um sie zu sehen. Zu vertraut, um sie zu spüren.

Wenn alle es sehen – nur wir nicht

Wir gehen unseren Weg, manchmal durch lange Nächte und laute Abende, der Kopf stur nach vorne gerichtet. Die Menschen um uns herum sehen es. Sagen vielleicht sogar etwas. Aber wir spüren davon nicht viel – bis das Glas einen Riss bekommt.

Nicht durch einen großen Knall. Sondern durch Druck. Durch Dreck. Durch zu viel von allem auf einmal. Und dann bleibt eine Scherbe übrig – scharf, nah, unübersehbar. Erst dann greifen wir selbst hin.

Das ist der Moment, in dem man aufhört, hinter der Kugel zu leben. Verletzlich. Ungeschützt. Aber endlich wieder in Kontakt mit dem, was wirklich ist.

Was der Glaube dazu sagt

Die Bibel kennt dieses Bild der Blindheit vor sich selbst. Paulus schreibt im ersten Korintherbrief:

Denn jetzt sehen wir wie durch einen Spiegel, in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.( 1.Korinther 13,12)

Wir sehen uns selbst immer nur ausschnittweise. Gott aber sieht uns ganz – nicht mit Verurteilung, sondern mit einem Blick voller Kenntnis und Liebe. Er sieht die Kugel. Er sieht den Riss. Und er sieht, was dahinter zum Vorschein kommt.

Der zerbrochene Moment ist im Glauben kein Versagen. Er ist oft der Anfang einer ehrlicheren Begegnung – mit sich selbst, und mit Gott.

Fragen zum Nachdenken – für dich

Gibt es gerade etwas in deinem Leben, das andere an dir sehen – und du selbst noch nicht wahrhaben willst?

Wann hast du das letzte Mal wirklich innegehalten und gefragt: Wie geht es mir eigentlich?

Was müsste zerbrechen, damit du ehrlicher mit dir wirst – und was hält dich davon ab, es selbst loszulassen?

Kannst du dir vorstellen, dass Gott dich genau dort sieht, wo du stehst – und dich trotzdem einlädt, einen Schritt weiter zu gehen?


Und weißt du was? Manchmal ist es gar nicht so schlimm, ohne Glaskugel rumzulaufen. Man bekommt zwar mehr Wind ins Gesicht – aber auch viel mehr frische Luft.

Vielleicht ist das der eigentliche Gewinn.

Ich bin gespannt, wie es dir damit geht – hast du gerade auch so eine Kugel über dem Kopf? Oder kennst du jemanden, bei dem du sie siehst?

Schreib es gerne in die Kommentare – ich lese wirklich jeden einzelnen. Versprochen. 😊


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Kommentare

2 Kommentare zu „Frau Burner denkt laut: Blinde Flecken – was andere sehen, und wir nicht“

  1. Avatar von Dora Etzel
    Dora Etzel

    Liebe Frau Burner

    vielen lieben Dank, dass du uns dazu anregst, über unser Leben, unser Verhalten und vor allem darüber nachzudenken, wer wir wirklich sind.

    Dein Vlog gefällt mir sehr und ich freue mich jedes Mal auf die nächste Folge.
    Alles Liebe ❤️

    1. Avatar von frauburner

      Herzlichen Dank für dein Feedback ! Gottes Segen

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