Kennst du das? Du liegst nachts wach und plötzlich bist du ganz allein mit dir selbst. Kein Handy, keine Ablenkung – nur du und die Stille.
Manchmal ist das unangenehm. Manchmal sogar ein bisschen erschreckend. Genau in so einer Nacht ist dieses Gedicht entstanden. Der Traum kam – und mit ihm eine leise, aber dringliche Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn niemand zuschaut?
Das Gedicht: Ein Blick ins Traumgesicht
Es ist still …
Klopf, klopf – die Nacht bricht an. Es klopft der Traum, der nun betritt meinen Raum.
Ich frag, ob er sich setzen mag. Ruhig sitzt er nun um mich rum. Es ist nichts los – ich frage mich warum.
„Was soll das jetzt?“ – das frag ich dich und schaue in das Traumgesicht. Ich sehe hindurch und spiegle auf einmal nur noch mich: wie ich da liege, ruhig und still, und ich selbst auch keine Aktion will.
Die Nacht wird dunkel und lang. Schon höre ich einen zarten Klang. Der Traum hat sich nun zur Ruhe gelegt. Die Augen schließe ich nun zu und komme mit meinem Traum zur Ruh.
Wenn die Stille zum Raum für Gott wird
Vielleicht ist genau diese Stille kein Zufall. Vielleicht lädt Gott uns genau dort ein – in der Nacht, im Traum, in der Ruhe – ganz zu uns selbst zu kommen. Und zu ihm.
Der Psalmbeter wusste bereits vor Jahrtausenden um diese nächtliche Kraft:
„Ich denke an dich, wenn ich auf meinem Lager liege, und sinne über dich nach in der Nacht.“ (Psalm 63,7)
Fragen zum Nachdenken für dich:
- Was begegnet dir, wenn es um dich herum plötzlich ganz still wird?
- Weichst du der Stille im Alltag eher aus – oder lässt du sie bewusst zu?
Alles Liebe und eine wunderbare, gesegnete Nacht!
Du kannst gerade selbst nicht schlafen? Dann teile deine Gedanken mit mir in den Kommentaren – ich freue mich darauf, von dir zu lesen.“

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