Verletzungen. Man verbindet sie.
Kennst du das auch? Du hast eine Wunde tief in deinem Herzen und möchtest sie am liebsten verbinden. Mit allem, was geht – Ablenkung, Beschäftigung, Stärke zeigen. Nur damit niemand sieht, wie sehr es wehtut.
Herzschmerz kennt keine Ausnahmen. Er trifft jeden – jung und alt, stark und schwach. Manchmal kommt er durch Menschen, manchmal durch Verluste, manchmal einfach so. Und wir versuchen alles, um ihn loszuwerden. Wir kleben, verbinden, schmieren – und trotzdem pocht er weiter.
Was tun wir, wenn nichts hilft? Wenn alle Pflaster versagen?
Im März 2025 schrieb ich dieses Gedicht – ich weiß nicht mehr genau, warum. Aber die Worte kamen einfach. Vielleicht findest du dich darin wieder:
Wunde im Herz
Die will ich kleben
Mit Pattex extra stark
Denn ich bin in jeder Hinsicht stark.
Nur klebt es nicht dort, wo’s kleben soll.
Dann nehme ich halt eine Binde
Doch es geht nicht –
Denn am Rande fühlt es sich an wie trockene Rinde.
Fett muss her
Ich will die Wunde schmieren
Doch das bringt nur Schlieren.
Verzweifelt bin ich –
Doch geb ich keine Ruh
Und decke sie einfach zu.
Es pocht.
Es fehlt die Luft zum Atmen.
Ich atme ein.
Ich atme aus –
Und schreie es heraus.
Friede.
Nachgedanken
Manchmal muss die Wunde schreien dürfen, bevor Friede einziehen kann. Kein Pflaster der Welt heilt ein gebrochenes Herz. Aber Einer kann es.
Kennst du dieses Schreien? Hast du schon erlebt, dass nach dem Schmerz der Friede kam?
„Der Herr heilt, die zerbrochenen Herzens sind.“
– Psalm 147,3
Und du?
Vielleicht hast du im Moment selbst eine Wunde, die du am liebsten mit einem Pflaster überdecken würdest. Oder du hast bereits erlebt, wie nach einem tiefen Schmerz plötzlich Friede eingekehrt ist.
Ich lade dich ein, mir deine Gedanken dazulassen. Kennst du dieses Gefühl? Was hat dir geholfen, als alle Pflaster versagten? Schreib es mir gerne unten in die Kommentare
Gott segne Dich!

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